Shooting mit Jérémy

Durch Zufall bin ich mit Jérémy in Kontakt gekommen. Ich arbeite gerade an einer Serie von Portraits in denen es sich um Sportler dreht. Auf der Suche nach Models (immer noch, falls Interesse bestehen sollte, einfach Kontakt aufnehmen) bin ich durch Vivastreet.fr auf Jérémy gestoßen. Nach einigen emails, in welchen wir unsere Ideen austauschten, konnte es losgehen und wir haben einen Termin vereinbart. Jérémy sagte mir, er wohne in der Nähe einer verlassenen Fabrikanlage, welche dazu noch relativ leicht zugänglich ist – ein Traum! Wir haben folglich unser Mini-Projekt um diesen herrlichen Rahmen gemeinsam gestrickt. Jérémy brauchte ein paar Fotos in Casual-Wear für sein Book und ich konnte einige Fotos im Rahmen meiner Sportlerserie realisieren. Win-win auf beiden Seiten. Jérémy ist Diskuswerfer und Rugbyman und seine sportliche Karriere geht ziemlich steil bergauf.

 

Die Fotos habe ich mit einem, manchmal zwei Blitzen und dem Umgebungslicht gemacht. Ich zielte auf einen Look „grunch / gritty“, um Jérémys beeindruckende Statur und dem tollen Rahmen Rechnung zu tragen.

Wie ich vorgehe:

Generell fange ich beim Umgebungslicht an und bringe später die Blitze dazu. Je nach Verhältnis zwischen Blitz- und Umgebungslicht kann je nachdem das eine oder andere als Key- oder Fill-light dienen.

Nun, wie geht das? Im Prinzip sehr einfach, drei Paramater spielen dabei eine wichtige Rolle:

Die Blendenöffnung (f-stop)

Sie bestimmt die Lichtmenge die auf den Sensor trifft. Ist die Blende weit geöffnet (kleine Zahlen) tritt mehr Licht durch das Objektiv ein, als bei relativ geschlossener Blende (große Zahlen). Die Blendenwahl beeinflusst die eintreffende Lichtmenge sowohl vom Blitzgerät als auch vom Umgebungslicht.

Die Belichtungszeit

Wie der Name schon sagt, handelt es sich um die Zeit für die der Sensor belichtet wird oder anders gesagt die Dauer mit der eine bestimmte Menge Licht auf den Sensor trifft. Blitzgeräte geben einen Lichtimpuls von extrem kurzer Dauer ab. Meine Blitzgeräte emittieren das Licht für eine Dauer zwischen 1/15.000 und 1/35.000 Sekunde. Die Kamera ist also wesentlich langsamer als das Blitzlicht, folglich nimmt sie die gleiche Menge Blitzlicht auf, unabhängig von der gewählten Belichtungszeit. Also merken: die Belichtungszeit kontrolliert nur das Umgebungslicht.

Hört sich kompliziert an? Stellt euch folgende Szene vor: eine Person sitzt im Schatten und der Hintergrund ist sonnengeflutet. Meine Kamera liest f8.0 und 1/125 Sekunde. Ich benutze ein Blitzlicht, um die Person aufzuhellen, um nicht einfach nur eine Silhouette auf dem Bild zu haben. Wenn ich jetzt nur die Belichtungszeit auf 1/250 Sekunde verkürze, hat dies ausschließlich das Abdunkeln des Hintergrunds zufolge. Die fotografierte Person wird identisch belichtet sein, vorausgesetzt, sie wird nur vom Blitzlicht beleuchtet.

 ISO

Hierbei geht es um die Lichtempfindlichkeit des Sensors. Die ISO Wahl beeinflusst sowohl die Blende, die Belichtungszeit und auch die Blitzstärke.

Ich habe Euch eine kleine Tabelle zusammengeschubst, welche vielleicht hilft das Ganze etwas zu veranschaulichen.

Blende

8.0

8.0

5.6

5.6

Belichtungszeit

1/125

1/250

1/250

1/125

ISO

200

200

200

200

Output Flash

1/2

1/2

1/2

1/2

Person im Schatten

unverändert

heller heller
Hintergrund

dunkler unverändert heller
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